{"id":21,"date":"2014-11-20T05:57:41","date_gmt":"2014-11-20T04:57:41","guid":{"rendered":"http:\/\/laverna.at\/LaVerna\/?page_id=21"},"modified":"2023-01-30T21:00:56","modified_gmt":"2023-01-30T20:00:56","slug":"brueder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laverna.at\/LaVerna\/kloster\/brueder\/","title":{"rendered":"Geschichte des Klosters"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Franziskanerpater Johannes von Capistran gr\u00fcndete w\u00e4hrend seiner zweiten Missionsreise nach Wien im Jahr 1454 das Kloster Enzersdorf. Bereits 1472 war der Bau der Kirche und des Klosters vollendet, die Kirche wurde der hl. Maria Magdalena geweiht. Verschiedene Wohlt\u00e4ter machten Stiftungen zugunsten der Franziskaner, deren T\u00e4tigkeit vom Volk sehr gesch\u00e4tzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>1529 zerst\u00f6rten die T\u00fcrken durch Feuer Kirche und Kloster, wobei zwei Franziskanerpatres den Tod fanden. Doch bald nach vollendetem Wiederaufbau wurde das Kloster 1533 aus Mangel an Ordensleuten aufgehoben und erst 1632 auf kaiserlichen Befehl dem Franziskanerorden wieder zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Pestepidemie von 1697\/1698 leisteten zwei Franziskanerpatres im Seuchenspital in Brunn Seelsorgedienst und fanden dabei den Tod.<\/p>\n\n\n\n<p>1683 fielen zum zweiten Mal die T\u00fcrken \u00fcber Enzersdorf her, wobei wieder Kirche und Kloster zerst\u00f6rt wurden und Frater Guttbertus Lenz umkam.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Wiederaufbau 1727 \u2013 1729 wurde die Kirche erweitert und neu eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>1730 wurde Enzersdorf mit der Aufstellung einer wundert\u00e4tigen Gnadenstatue in der Kirche ein eigener Wallfahrtsort. Diese Statue, eine Kopie der Mariazeller Gnadenmutter, hatte der Weltpriester Franz Heinrich van Ghelen 1723 in Mariazell erworben und sie an der Mariazeller Madonnenfigur ber\u00fchrt, wobei auch die wundert\u00e4tigen Kr\u00e4fte auf die Kopie \u00fcbertragen wurden. Bald fanden die Familienangeh\u00f6rigen und Hausgenossen vor der Statue Erh\u00f6rung ihrer Bitten. 1729 nahm Franz Heinrich van Ghelen wieder mit seiner Statue an einer Pilgerreise nach Mariazell teil. Damals waren in der Kirche von Enzersdorf umfangreiche Bauarbeiten im Gang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der damalige Guardian P. Placidus Herzog bat Ghelen, die Statue f\u00fcr die Dauer der Wallfahrt in Enzersdorf zu lassen und auf einem behelfsm\u00e4\u00dfigen Hochaltar aufzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Bericht P. Placidus Herzogs ereignete sich am zweiten Tag nach der Aufstellung der Statue ein Wunder. Der todkranke Sohn des Enzersdorfer Schulmeisters wurde nach den Bitten seiner Mutter vor der Gnadenmutter pl\u00f6tzlich gesund.<\/p>\n\n\n\n<p>1734 fand die Weihe des neuen Hochaltars mit der wundert\u00e4tigen Statue, die Ghelen 1730 dem Franziskanerkloster geschenkt hatte, durch den Wiener Erzbischof Kardinal Sigismund Kollonitsch statt. Bald erfreute sich die Wallfahrt zu \u201eMaria, Heil der Kranken\u201c nach Enzersdorf gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Mitglieder des Kaiserhauses, Maria Theresia und ihre Familie, kamen \u00f6fters hierher. Die Klosterchronik berichtet von Wallfahrtsprozessionen mit mehreren tausend Pilgern. Durch die Reformen und Dekrete Kaiser Josephs II. kamen die Wallfahrten fast ganz zum Stillstand, doch Enzersdorf wurde 1784 eine eigene Pfarre und gewann dadurch an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst im 19. Jahrhundert wurde das Wallfahrtswesen wieder belebt, und aus Enzersdorf wurde Maria Enzersdorf. Die Kirche konnte dem Andrang der Wallfahrer nicht standhalten, sie erwies sich als zu klein. Dank den unerm\u00fcdlichen Bem\u00fchungen des Guardians P. C\u00e4cilian Kammers wurde 1907 \u2013 1909 die Kirche umgebaut und erweitert. So konnte sie ihren Aufgaben als Pfarr- und Wallfahrtskirche nachkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 1. und 2. Weltkrieg wurden Kirche und Kloster vor Zerst\u00f6rung verschont.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts war ein Knabenseminar geplant. Das f\u00fchrte zum Abriss eines gro\u00dfen Teils des Klosters und zum Neubau. Das neue Kloster bietet auch der Zentralbibliothek mit ca. 130.000 B\u00e4nden Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>1997 \u2013 2008 erfolgte eine Generalsanierung und Renovierung von Kirche und Kloster.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Franziskanerpater Johannes von Capistran gr\u00fcndete w\u00e4hrend seiner zweiten Missionsreise nach Wien im Jahr 1454 das Kloster Enzersdorf. 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