Minilager 2020

Es ist geschafft! Das Minilager 2020 war ein voller Erfolg. Die Kinder sind mit einem Strahlen im Gesicht heimgegangen und freuen sich schon auf das nächste Lager. Aber was ist denn alles passiert? Hier eine kleine Übersicht vom heurigen Programm.

” Das Lager war so cool, ich komm nächstes Jahr wieder! “

Veronika Fodor

SONNTAG
Der erste Lagertag startete mit der 9.30 Uhr Messe. Danach haben wir selber Pizza gemacht. Am Nachmittag haben wir unsere Kappen bemalt und Namenskärtchen gebastelt.

MONTAG
Am Vormittag sind wir zur Basilika in Frauenkirchen (Burgenland) gefahren. Dort haben wir von unserem ehemaligen Franziskanerpfarrer, P. Thomas, eine Führung bekommen. Nachmittags haben wir das erste Mal unseren Pool im Garten getestet: 5 von 5 Sternen!

DIENSTAG
Gestartet haben wir an diesem Tag mit dem Besuch von zwei Polizisten von Maria Enzersdorf. Wir haben viel Spannendes über die Arbeit bei der Polizei, die Ausrüstung und die Aufgaben eines Polizisten erfahren. Nach dem Mittagessen sind wir nach Baden gefahren und haben dort Minigolf gespielt.

MITTWOCH
An diesem Tag ging es nach St. Corona am Wechsel. Zuerst haben wir uns dort die Kirche angeschaut und Philipp hat uns Einiges über die Hl. Corona erzählt. Danach sind wir zur Sommerrodelbahn gefahren und flitzten dort einige Male die Strecke hinunter. Abschließend haben wir uns noch die Hermannshöhle angeschaut. Dort erzählten uns Lore und Peppi viele Geschichten rund um die Tropfsteinhöhle.

DONNERSTAG
Vormittags machten wir eine Rätselrallye durch das Schloss Schönbrunn. Nachmittags spielten wir im Garten und bereiteten uns auf den
Grillabend vor. Um 18.00 kamen schon die ersten Eltern und Geschwister und die Würstchen wanderten auf den Grill. Zum Schluss wurden dann noch Marshmallows und Steckerlbrot über dem Lagerfeuer gegrillt.

FREITAG
Der letzte Tag der Woche startete mit einem Ausflug zum Flughafen Wien. Zuerst fuhren wir dem Bus quer über das Gelände und schauten uns viele Flugzeuge an. Danach kamen wir in die Besucherwelt, wo wir unter anderem erfuhren, welchen Weg der Koffer am Flughafen zurücklegt und wie sich ein Pilot im Cockpit fühlt. Als abschießendes Highlight haben wir uns noch einen Film angeschaut und natürlich Popcorn genascht.

Das Lager war sehr sehr schön. Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen – v.a. bezüglich dem Essen – und starten nun glücklich in die Sommerferien. Ab September werden wir wieder aktiver sein und wünschen nun allen einen schönen Sommer!
Hier findet ihr nun auch eine Galerie mit ausgewählten Bildern von unserem Minilager.

Die Franziskanerministranten Maria Enzersdorf (FMME)

Minilager-Vorfreude

Unser diesjähriges Minilager findet von Sonntag, 5. Juli, bis Freitag, 10. Juli, statt. Damit wir in ein paar Tagen das Lager problemlos starten können, haben wir heute mit den Vorbereitungen begonnen. Am Vormittag wurde ein großer Haufen an Lebensmitteln beim METRO eingekauft. Im Garten entstand dann der erste Teil unseres “Spielplatzes”. Der Pool, zwei Planschbecken und eine kleine Hüpfburg sind schon einsatzbereit, der Rest folgt am Samstag. 🙂

Die Freude bei uns Minis ist riesig, auch wenn heuer aufgrund der Corona-Krise alles ein wenig anders ist. Leider hat die Krise auch unsere Oster- und Pfingstaktion verhindert, sowie einige Familienmessen und Agapen. Deshalb würden wir uns über jede noch so kleine Spende freuen, um unsere Minikassa etwas aufzustocken. 😉

Ab Sonntag gibt es dann täglich ein Update auf unserer Facebook-Seite und am Ende des Lagers werden wir auch hier eine Zusammenfassung posten. Freut euch auf interessante Ausflüge, Spaß im Garten und jede Menge lachende Kinder! 😀

Pauline und Philipp im Garten

Zurück aus der Coronapause

Nach den aktuellen Lockerungen sind auch wir Minis zurück aus der “Coronapause”. 😴 Wir freuen uns, dass wir wieder unsere Ministunden abhalten können. 🤗 Es wurde wieder gelacht, gespielt, geblödelt und auch ein Eis wurde vernascht. 🍦 Der Minirat hat sich ebenfalls zusammengesetzt und Ideen für das Minilager 2020 gesammelt. Freut euch auf spannende Beiträge von unseren Ausflügen! 🤩

Marcia tut gut… Teil 4

Jährlich von 25.7. bis 4.8. findet die Marcia francescana statt, eine Wallfahrt junger Menschen nach Assisi zur Portiunkula, der Kapelle, die hl. Franziskus neu aufgebaut und besonders gemocht hat. Wir haben die Teilnehmer der Marcia, die Marciatori, gefragt, wie sie die Marcia erlebt haben. Hier der letzte Teil der Rückmeldungen.

4.      … und überall!

Die Marcia francescana ist für mich ein äußerer Weg in Gemeinschaft, der im Lauf des Gehens zu einem inneren Weg mit mir, den Menschen und Gott wird.

Das Ankommen bei der Marcia ist wie das Ankommen im Leben. Lange Strapazen, viel gesehen, die Freiheit des Himmels gerochen, die wunderbare Natur genossen, den italienischen „Gelato“ zur Genüge in jeder Bar gekostet, mit Gott gehadert und gelacht. Und plötzlich ist man: Angekommen. Ein Gefühl es geschafft zu haben. Applaus. Jubelnde Menschen. Ergreifende Umarmungen. Gruppenzusammengehörigkeit. Der Glaube an einen Gott, der alles umspannt.
Im Gehen passiert so allerlei- und danach noch mehr. Es wird gebetet, Freundschaften geknüpft, Massagen angeboten und angenommen. Die Luft schmeckt nach „dolce vita“ und von Franziskanischer Enthaltsamkeit ist bei den wunderbaren Menüs, die unsere freiwilligen Köchinnen zaubern, wenig zu spüren.

Auch bei meiner 3. Marcia verliert sie nicht ihren Zauber.
Es ist schwer, Marcia mit etwas zu vergleichen. Das frühe Aufstehen, das gehen im Schweigen, der Austausch, die Gruppendynamik, die Gebete, die tägliche Heilige Messe und die viele lustigen Momente machen diese Pilgerreise auf dem Weg nach Assisi zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Als wir dieses Jahr bei der Portiunkula einzogen hatten junge Italiener ein Banner gespannt, darauf war zu lesen:“ Benvenuti a casa.“ Dies hat mich mitten ins Herz getroffen.
Ja, die Portiunukla, Assisi, Franziskus und die hl. Klara waren wie ein zu Hause.
Doch dieses zu Hause wohnte vor allem in unseren Herzen, da wir in diesen Tagen so einfach gelebt und gepilgert sind wie der Hl. Franziskus. Die Marcia ist für mich wie eine Art Urquelle des franziskanischen Lebens und somit „ein zu Hause.“ Aus dieser „Urquelle“ darf ich auch nach der Marcia immer wieder lesen, lernen und leben.“

Die Marcia ist eine besondere und schöne Erfahrung in meinem Leben.
Es war eine gute Pause, in der ich Jesus nähergekommen bin, durch das einfache Leben und die Gespräche mit den Marciatori. Und auch durch die Natur und die schöne Landschaft, durch die wir jeden Tag gegangen sind.

Die Marcia ist für mich ein Weg der Begegnung und der Freundschaft mit Christus, meinen Mitmenschen und mir selbst. Diese Freundschaft offenbart sich oft in kleinen Dingen – zum Beispiel, wenn ich bei der Hl. Messe einen so tiefen Frieden in mir spüre, wie ihn nur Christus geben kann oder wenn ich für jemanden den Abwasch übernehme. Die Freundschaft zu mir erkenne ich an meinem befreiten Lachen und dem Bewusstsein am richtigen Ort zu sein. Auf der Marcia kann ich ganz ich selber sein, mit all meinen Fähigkeiten und trotz meinen Fehlern.

Willst Du in der Beziehung zu Dir selbst, zu den Menschen und zu Gott wachsen, bist Du bei der Marcia Francescana richtig!

Möchtest du das auch erleben? HIER gibt es weitere Informationen!

Es geht wieder los

Ab heute dürfen wieder Gottesdienste mit Gläubigen abgehalten werden. Wir Minis freuen uns riesig, dass wir unsere Priester, P. Alexander, P. Darius, P. Helmut und P. Stefan, wieder bei der Messfeier unterstützen können. Am Sonntag werden die ersten von uns die 9.30 Uhr Messe besuchen. Um 11.00 Uhr und um 19.00 Uhr folgen die Nächsten. Wir freuen uns auf viele bekannte Gesichter und die gemeinschaftlichen Feiern!
Die Franziskaner-Minis

Wir Minis sind ab sofort nicht nur auf Facebook und Instagram unterwegs, ihr findet uns nun auch auf der LaVerna-Homepage. Freut euch auf spannende Beiträge und Fotos!

Minilager 2019

Marcia tut gut… Teil 3

Jährlich von 25.7. bis 4.8. findet die Marcia francescana statt, eine Wallfahrt junger Menschen nach Assisi zur Portiunkula, der Kapelle, die hl. Franziskus neu aufgebaut und besonders gemocht hat. Wir haben die Teilnehmer der Marcia, die Marciatori, gefragt, wie sie die Marcia erlebt haben. Hier die Rückmeldungen.

3.      … in der Beziehung zu Gott …

Wenn Du Gottes Liebe und Erbarmen erfahren willst, geh mit auf der Marcia Francescana!

Auf der Marcia kann ich meine Beziehung zu Gott besonders gut pflegen – im Alltag geht das leider oft unter.

Für mich ist die Marcia wie eine Tankstelle wo man seinen Glauben neu aufladen und vertiefen kann. Man kann sein Leben neu ordnen. Man trifft nette Leute die meistens auf derselben Wellenlänge wie man selber ist. Spaß und Gemeinschaft kommen auch nicht zu kurz. Kurzum es ist eine wunderschöne Zeit die ich nicht missen möchte und an die ich gerne zurückdenke.

Für mich war die Marcia eine große Farbensymphonie, die die Gegenwart Gottes unter uns (und in uns) Marciatori so intensiv malen und tönen lässt, dass sie für mich darüber hinaus ein Türöffner für manche Entscheidungen war. Ich gehe die Marcia hier zuhause innerlich weiter. Sie ist mir auch immer noch ein bisschen wie eine Flugstunde, die aus dem eigenen warmen Nest heraus führt – in die Freiheit.
I flieg nur!

Die Marcia Francescana war für mich total wichtig, dass ich auf den Glaubensweg wachsen durfte, mich ganz konkret mit meinem Glauben auseinandersetzen konnte, Glauben in der Gruppe erleben durfte. Vor allem berührte mich die Bodenständigkeit der Franziskaner, dass Glaube mit MEINEM Alltag auch was zu tun hat, dass ich Gott vielfach am Tag spüren, erleben und begegnen kann!

Da ich gerne wandere und pilgere, habe ich mich für die Marcia angemeldet, mich aber nicht allzu sehr darüber erkundigt, was mich erwartet. Und nach der ersten Nacht auf der Isomatte am Boden bin ich fast geflüchtet. Gott sei Dank nur fast! Was danach kam war ein großes Feuerwerk an Erfahrungen des Angenommen-Seins, des Gebets, der Liebe und der Gemeinschaft. Ich habe (wieder)entdeckt, wie wunderbar Gott ist, wie sehr er mich liebt und wie nah er bei mir ist – auch in meinem „normalen“ Leben.
Also Vorsicht – Marcia wird dein Leben verändern!

Möchtest du das auch erleben? HIER gibt es weitere Informationen!

Uraufführung der „Missa Sanctae Trinitatis“ von Conrad Artmüller

ArmbrustAnna @pixabay.com

Am Christtag, 25. Dezember 2019, um 09:30 Uhr wird in der Franziskanerkirche in Maria Enzersdorf die Missa Sanctae Trinitatis von Conrad Artmüller uraufgeführt.

Die neue Messe ist die letzte in der Trilogie der „Heiligenkreuzer Messe“ (2014) und der„Missa francescana“ (2017).

So wie die beiden vorangehenden Werke ist die neue Messe zur Gänze auf die liturgische Einheit mit dem Wort und seiner Verkündigung ausgerichtet. Dies bedeutet, dass sich die Musik der Verkündigung des Wortes unterordnet und niemals Selbstzweck sein darf – dies schließt selbstverständlich jedweden experimentellen, „modernen“ Umgang mit den Texten aus und soll den Zuhörer zum Mitbeten und Mitfeiern einladen.

  • Judith Sauer, Sopran
  • Helga Kadlez, Alt
  • Michael Poklop, Tenor
  • Wolfgang Hrubec, Bass
  • Chor und Orchester der Franziskanerkirche in Maria Enzersdorf

Musikalische Leitung und an der Orgel – Conrad Artmüller

Marcia tut gut… Teil 2

Jährlich von 25.7. bis 4.8. findet die Marcia francescana statt, eine Wallfahrt junger Menschen nach Assisi zur Portiunkula, der Kapelle, die hl. Franziskus neu aufgebaut und besonders gemocht hat. Wir haben die Teilnehmer der Marcia, die Marciatori, gefragt, wie sie die Marcia erlebt haben. Hier die Rückmeldungen.

2.      … in den Begegnungen mit Anderen …

Ich habe eine tiefe Verbundenheit zwischen den Menschen der Gruppe wahrgenommen. Besonders schön war auch, dass wir über die verschiedensten Themen gesprochen haben.

Ich durfte an der Marcia vielen wunderbaren Mitmenschen begegnen und mit ihnen auf dem Weg sein.

Bei der Marcia Francescana wird das Leben, werden Begegnungen wesentlich.

Durch die Verbundenheit im Glauben, die besondere Atmosphäre und die gemeinsamen Erfahrungen ist man mit den anderen Marciatori ganz fest verbunden, sodass immer wieder wunderschöne und tiefe Gespräche entstehen.

Ich hätte nicht gedacht, dass in wenigen Tagen aus so verschiedenen Menschen eine so harmonische Gruppe werden kann. Wie sich alle umeinander gekümmert haben, hat mir sehr gefallen und das habe ich neben vielen anderen Erinnerungen mit nach Hause genommen.

Was mir an der Marcia so gut gefallen hat, war der Zusammenhalt in der Gruppe und dass ich so viele nette Menschen kennenlernen durfte.
Die Marcia hat mir auch sehr viel geholfen, weil ich mit einem vollen Herzen nachhause kam und so glücklich war.
Ich wurde so angenommen, wie ich bin und habe gemerkt, dass ich nicht allein bin, dass Gott mir meine Last genommen hat und mich glücklich nachhause geschickt hat 😇

Ich sage Danke für alles!

Wenn Du Menschen *wirklich* begegnen willst, komm zur Marcia Francescana!

Möchtest du das auch erleben? HIER gibt es weitere Informationen!

Wanderexerzitien im Rietital 08. – 14. September 2019

Exerzitien sind geistliche Übungen. Gottes Melodie begleitet „gratis“ jede Sekunde des Lebens. Sich auf diese Melodie „einzuschwingen“ bedeutet inneren Reichtum, aber es erfordert auch Übung, Zeit, Stille, …

Unsere Wanderexerzitien führten uns in das weite Tal von Rieti, das auch franziskanisches Galiläa genannt wird. Der heilige Franziskus und seine Gefährten der ersten Jahre machten hier, an einsamen Orten, prägende Erfahrungen in der Nachfolge Jesu.

Zur Einführung waren wir in Poggio Bustone. Das ist ein wunderschönes Fleckchen Erde, hoch oben an steilen Felsen gelegen. Hier erlangte Franziskus Gewissheit, tatsächlich von Gott angenommen zu sein, auch mit seinen Schattenseiten. Theoretisch war ihm das immer klar, existenziell erfahren hat er es aber erst hier während einer mystischen Erfahrung im Gebet.

In schweigender Wanderung führte uns der Weg am zweiten Tag nach Fontecolombo. In dieser Einsiedelei verfasste Franziskus die bis heute gültige Ordensregel. „Wie regle ich mein Leben?“, lautete die Frage für uns. In einer Fensternische der kleinen Magdalenenkapelle ist hier ein Taukreuz zu sehen, das Franziskus selber mit roter Farbe an die Wand malte.

Eine weitere Wanderung ging nach La Foresta. Ein Priester beherbergte hier einige Zeit Franziskus. Die vielen, nun eintreffenden Besucher verzehrten jedoch, direkt vom Weinstock weg, die Trauben des Priesters. Als Franziskus dessen Unmut spürte, stellte er ihm trotz allem eine reiche Ernte in Aussicht. Und tatsächlich … nie vorher und nie nachher brachte der Weinberg so großen Ertrag. „Sollten nicht auch wir mehr wagen, damit Gott eine Chance hat uns zu beschenken?“ Heute beherbergt der Ort junge Männer mit unterschiedlichsten Suchtproblemen. Durch Gemeinschaft, Gebet und Arbeit versuchen sie, wieder Boden unter ihre Füße bekommen.

Am vierten Tag pilgerten wir nach Greccio. In der Weihnachtsnacht des Jahres 1222 organisierte Franziskus hier in einer Höhle die erste „lebendige Krippe“, bei der auch die Hl. Messe gefeiert wurde. Er wollte sichtbar machen, wie konkret Gott im Jesus-Kind „das wirkliche Fleisch unserer Zerbrechlichkeit (fragilitas) annimmt“, wie er einmal schreibt. Auch der tiefe Zusammenhang zwischen Gottes Menschwerdung und seiner stillen Gegenwart in der Eucharistie beeindruckte ihn. Können unsere reizüberfluteten Augen das Wunder „hinter“ der Weihnachtskrippe noch erkennen?

Bevor es schließlich im Begleitfahrzeug mit unserem Begleiter und Koch Br. Martin nach Assisi ging, wanderten wir über eine traumhafte Hochebene nochmals in Stille ins alte Kloster von Stroncone.

„Mit“ Franziskus und Klara – so könnte man sagen – durchstreiften wir am letzten Tag unserer Exerzitien die belebten Gassen von deren Heimatstadt. Die Lebensorte der beiden führten unsere Gedanken zurück zum Alltag unseres Lebens. Ich hoffe, dass die intensive Zeit uns befähigt hat, Gottes Melodie besser zu erlauschen: Eine geistliche und körperliche „Lockerungsübung“!

Von 15.08. – 19.08.2020 stehen wieder Wanderexerzitien, diesmal auf dem Südböhmischen Jakobsweg von Oberösterreich nach Tschechien auf dem Programm. Vielleicht hast du Lust bekommen mit dabei zu sein.

Marcia tut gut … Teil 1

Jährlich von 25.7. bis 4.8. findet die Marcia francescana statt, eine Wallfahrt junger Menschen nach Assisi zur Portiunkula, der Kapelle, die hl. Franziskus neu aufgebaut und besonders gemocht hat. Wir haben die Teilnehmer der Marcia, die Marciatori, gefragt, wie sie die Marcia erlebt haben. Hier die Rückmeldungen.

1.      … auf dem eigenen Weg …  

Die Marcia war für mich wunderbare Momente des Teilens, des Gebets und des einfachen Da-Seins. Wenn ich die Entscheidung noch einmal treffen sollte, würde ich die Marcia mit Freude wieder mitgehen. Danke.

Bei der Marcia francescana erlebe ich tiefe Freude in Mitten von Hitze, Anstrengung und Blasen an den Füßen.

Bei der Marcia kommt es letztlich nicht auf die gegangenen Kilometer an, sondern auf den inneren Weg.

Etwas vom Schönsten an der Marcia ist die innere Freiheit, die ich spüren darf.

Durch die Einfachheit und Unkompliziertheit, die bei der Marcia herrscht, wird mir ganz viel Freiheit geschenkt.

Die Marcia lehrt einen, dass es immer weiter geht (auch wenn man selber vielleicht manchmal daran zweifelt), weil man nie alleine unterwegs ist.

Die Marcia ist wie das Leben: Man weiß nie, wie der Weg ist und wie lange er dauert, was einen erwartet, welche Menschen einen begleiten.

Auf der Marcia habe ich sehr viel über mich gelernt, über meine Stärken und über meine Grenzen.

Die Marcia bot für mich eine wunderbare Möglichkeit zehn Tage dem Alltag zu entfliehen und auf das Wesentliche im Leben nachzuspüren. Das Wandern durch die wunderschöne Landschaft Umbriens in einer bunten Gruppe junger Leute verschiedenster Herkunft ermöglichte mir, den Blickwinkel anderer Leute zu verstehen und dabei auch die eigenen Probleme und Lebensfragen in einem anderen Licht zu sehen. Durch das intensive zusammen Leben und zusammen auf dem Weg sein schlossen sich neue Freundschaften und es entwickelte sich eine starke Verbundenheit mit der Gruppe. Die Wallfahrt war geprägt von einer besonderen Freude, die mir dabei half meine eigenen Wünsche und Ziele besser wahrzunehmen, welche es gilt im künftigen Alltag umzusetzen.

Nachdem ich schon viel über die Marcia gehört habe, bin ich neugierig geworden und habe mich auch angemeldet. Schon bei der Eröffnungsrunde wurde klar, dass ganz unterschiedliche junge Menschen zusammengekommen sind. In den nächsten Tagen hat sich herausgestellt, wie bereichernd Unterschiede sein können. Es war sehr schön, Gleichaltrige kennen zu lernen, denen Glauben auch sehr wichtig ist, und die unterschiedlichen Herangehensweisen an Lebens- und Glaubensthemen fand ich spannend. Jeden Tag gab es Impulse und Denkanstöße, auch bei den schön gestalteten Gottesdiensten, aber man konnte natürlich auch an eigenen Themen arbeiten und diese beim Gehen mitnehmen. Schwierigkeiten und Durchhänger hatte ich auch, aber ich fühle mich durch die Teilnahme an der Marcia reich beschenkt und bin sehr dankbar dafür.

Die Marcia francescana war für mich etwas Unbegreifliches. Ich kam meinen Grenzen noch nie so nah und hatte noch nie so starken Muskelkater. Aber irgendwoher bekam ich immer neue Kraft. Schon nach wenigen Tagen entstand eine starke Gemeinschaft. Man fühlte sich in der Gruppe geborgen und jeder hatte immer ein offenes Ohr für den anderen. Und trotz Hitze und Erschöpfung genoss ich die schöne Aussicht bei den täglichen Wanderungen und freute mich schon auf das darauffolgende Mittagessen. Ich kann die Marcia francescana nur empfehlen.

Die Marcia war für mich eine tiefe Erfahrung, auf den Spuren des Heiligen Franziskus habe ich die kleinen Freuden des Lebens (z.B. ein kräftiger Linseneintopf nach einem anstrengenden Marsch 😂) auf eine neue, viel intensivere Weise schätzen gelernt. Die Herzensgüte, Solidarität und Ehrlichkeit die ich während der Marcia erfahren habe, haben mich daran erinnert was wirklich Christ sein heißt 😃

Bei der Marcia habe ich meine Begeisterung für die Musik wiederentdeckt. Das gemeinsame Singen war sehr schön und ich habe auch danach noch oft mit den Verwandten musiziert. Außerdem habe ich von der Marcia ein Gefühl von Wärme und Liebe mitgenommen, das bis heute anhält. Auch die positive Einstellung zum Leben ist mir geblieben. Ich schätze die kleinen Dinge  und schöne Momente nun mehr😊

Bei der Marcia wird voreinander und miteinander geschwitzt – es kann so heiß sein, dass sich die Verwendung des noch so tollsten Deos irgendwie nicht so recht auszahlt (außer für vielleicht 5 Minuten). Man ist also schon einmal in diesem körperlichen Bereich zu einer gewissen “Ehrlichkeit” gezwungen. Und wenn dann schon der Schweiß rinnt, liegt es nahe, dass früher oder später auch andere Masken überflüssig werden und man sich traut (z.B. in den Gruppengesprächen oder zwischendurch am Weg), Aspekte des eigenen Lebens in den Blick zu nehmen, die wir normalerweise vor anderen (und oft auch vor uns selbst) eher verstecken.
Alle schwitzen. Alle haben mit dem einen oder anderen Stolperstein in ihrem Leben zu kämpfen. Alle kommen einmal an die eine oder andere Grenze. Und alle sind wir von Gott bedingungslos angenommen und geliebt.
Für diese Erkenntnisse und Erfahrungen nehme ich die Schwitzerei echt gerne in Kauf. 😉

Möchtest du das auch erleben? HIER gibt es weitere Informationen!