Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung

Herz_Jesu_Fires_-_South_TyrolMit der Verehrung des leidenden Christus im Hochmittelalter entwickelte sich auch eine Herz-Jesu-Verehrung. Das Herz Jesu ist der Inbegriff der gottmenschlichen Liebe Jesu. Es ist Zeichen und Ausdruck des göttlichen Erbarmens. Die Feier des Heiligsten Herzens Jesu wurde auf die Initiative des heiligen Johannes Eudes eingerichtet. Die erste liturgische Feier fand im Jahr 1672 statt. Der heilige Johannes Eudes gründete die Ordensgemeinschaft Unserer Frau von der Liebe, die seine Herz-Jesu- und Herz-Mariae-Spiritualität übernommen hat. Am 19. Juni 1675 erschien Jesus Christus der heiligen Margareta Maria Alacoque in Paray-le-Monial. Die Visionen trugen ihr auf, sich für ein Herz-Jesu-Fest und für die Pflege der Herz-Jesu-Freitag einzusetzen. Der Monat Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Der jeweils erste Freitag des Monats ist der Herz-Jesu-Freitag. Am dritten Freitag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Dieses Hochfest hat seinen biblischen Hintergrund im Johannesevangelium. Die Seite Jesu wurde am Kreuz mit einem Lanzenstich durchbohrt (Joh 19,34 ). Bereits die Kirchenväter sahen in der geöffneten Seite des Gekreuzigten die geöffnete Pforte des Heils, aus der alle Ströme der Gnade entsprangen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung vor allem von den Jesuiten gefördert und erhielt mit den Visionen der heiligen Margareta Maria Alacoque zusätzlichen Auftrieb. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung zeitweise verboten. Erneut starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und im 19. Jahrhundert. 1856 Papst Pius IX. führte das Herz-Jesu-Fest für die ganze Kirche ein. 1899 weihte Papst Leo XIII. die ganze Welt dem Herzen Jesu. 1915 wurde Österreich dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. 1992 wird im Katechismus der Katholischen Kirche die Herz-Jesu-Verehrung auf christozentrischem Fundament zusammengefasst und neu empfohlen. Papst Benedikt XVI. hat in seiner ersten Enzyklika Deus Caritas est ausdrücklich auf das durchbohrte Herz Jesu Bezug genommen und zu einer Erneuerung der Herz-Jesu-Frömmigkeit im Herz-Jesu-Monat Juni aufgerufen. In Österreich und Südtirol feiert man auch den Herz-Jesu-Sonntag, das ist der zweite Sonntag nach dem Fronleichnamsfest. An diesem Tag finden zahlreiche Prozessionen statt. Unter anderem im Raum Bozen werden Herz-Jesu-Feuer entzündet. Am 20. August 2011 weihte Papst Benedikt XVI. am Weltjugendtag in der Vigil die Jugendlichen dem Heiligsten Herzen Jesu.

Sr. Salomea Ewa Pabian OSC

Entstehung des Rosenkranzgebets

FotoDas Wort Rosenkranz stammt vom lat. rosarium, das mit „Rosengarten“ übersetzt wird. Rosengewächse symbolisieren in der christlichen Ikonographie Gottesmutter. Dieser Begriff rosarium wurde auf die Gebetskette übertragen und erscheint unter seiner deutschen Bezeichnung „Rosenkranz“ erstmals im 15. Jahrhundert. Das Rosenkranzgebet verbindet Marienverehrung und Christusfrömmigkeit. Der thematische Bogen der christologischen Meditationspunkte reicht von der Verkündigung an Maria über Geburt, Wirken und Passion Jesu bis zu seiner Auferstehung und der Geistsendung an Pfingsten. Derzeit gibt es, in Fünfergruppen aufgeteilt, zwanzig Geheimnisse, die beim Rosenkranzgebet von der Kirche betrachtet werden. Den traditionellen fünfzehn hat Papst Johannes Paul II. im Oktober 2002 anlässlich des 24. Jahrestages seiner Wahl zum Papst mit dem Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Mariæ eine vierte Fünfergruppe von Rosenkranzgeheimnissen, die „lichtreichen Geheimnisse“, hinzugefügt. Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im Jahr 1409. Der Trierer Kartäuser Dominikus von Preußen fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in 50 Schlusssätzen (clausulae) zusammen, die sich an den ersten Teil des Ave Maria anschlossen. Adolf von Essen verkürzte die „clausulae“ auf 15. Eine Legende erzählt, dass Maria den Rosenkranz dem heiligen Dominikus als Waffe im Kampf gegen die Albigenser schenkte. 1569 legte Papst Pius V. den Text des „Ave Maria“ endgültig fest und regelte die Form des Rosenkranzgebets offiziell. Als Dank für den Sieg in der Seeschlacht von Lepanto führte er im Jahr 1572 das Fest „Maria vom Siege“ am 7. Oktober im Römischen Festkalender ein. Dieses Fest wird seit 1960 als Fest unserer Lieben Frau vom Rosenkranz begangen. 1884 führte Papst Leo XIII. den Oktober als Rosenkranzmonat ein. Papst Paul VI. empfahl das Rosenkranzgebet als Familiengebet und gewährte dafür einen vollkommenen Ablass.

Sr. Salomea Ewa Pabian OSC

Gottes wunderbares Wirken

Die Klarissen von Lerma (nördliches Spanien)

In Spanien werden – wie bei uns – viele Klöster immer leerer. Auch die Kapuziner-Klarissen von Lerma waren bis vor kurzem eine scheinbar aussterbende Gemeinschaft. Nach 23 Jahren ohne Eintritte klopfte dann plötzlich eine Interessentin an die Pforte, eine Ex-Drogenabhängige. Obwohl auf Grund ihrer Vergangenheit die Skepsis groß war, nahmen die Schwestern sie auf. Aus schwer erklärbaren Gründen begann eine Folge von Eintritten junger Frauen. Die ex-drogenabhängige Schwester Verónca wurde Novizenmeisterin und kürzlich sogar zur Äbtissin gewählt. Momentan besteht der Konvent aus ca. 140 großteils blutjungen Schwestern. Viele von ihnen haben Studien hinter sich und bringen verschiedene Berufserfahrungen mit. Meist sind sie durch die neuen kirchliche Bewegungen zu einem lebendigen Glauben gekommen. Ein Teil stammt aus Familien des neokatechumenalen Weges. 2010 transformierte die Gemeinschaft sich in ein neues religiöses Institut namens „Gemeinschaft Jesus“ (Iesu Communio). Das historische Klarissenkloster von Lerma ist zu klein geworden, deshalb haben die Schwestern nun auch das früher von Brüdern bewohnte Kloster übernommen.

 

Das Video zeigt eine Begegnung des Kapuziners und bekannten Exerzitienleiters Raniero Cantalamessa mit der jungen, lebendigen Gemeinschaft.

Die erste Schwestern im Interview heißt Marciela und ist 23 Jahre alt. Sie meint, dass sie Jesus als ganz real und lebendig, förmlich „zum Angreifen“ kennen gelernt und sich in ihn verliebt habe. Ihre Angst, als Ordensschwester ihre Identität als Frau einzubüßen verschwand und sie trat ein.

Als zweite wird die 21jährige Rachaela gefragt. Fünf ihrer leiblichen Schwestern seien schon vor ihr in diese Gemeinschaft gestoßen, erzählt sie. Als sie beobachtet, dass Jesus für diese ein wirklicher Bräutigam sei, kann auch sie nicht mehr widerstehen.

Die dritte Schwester – ihr Name wird nicht genannt – hat Luftfahrt studiert, weil ihr Flugzeuge schon immer gefallen haben. Als sie Jesus begegnet entdeckt sie nach und nach, dass sie für ihn bestimmt ist.

Cantalamessa betont, dass Gott offensichtlich Wunder wirken und manchen, scheinbar aussterbenden Konventen eine florierende Zukunft schenken kann. Auf jeden Fall sind Phänomene wie das Klarissenkloster von Lerma sehr ermutigend für einzelne Ordensgemeinschaften der nördlichen Hemisphäre, die sich selber manchmal bereits aufgegeben haben.

P. Stefan Kitzmüller OFM

Theologie der Dachböden

Viele Kinder sind fasziniert von Dachböden. Auch ich träume bis heute öfter davon, alte Dachböden auf Zeugnisse der Vergangenheit durchstöbern zu dürfen. Aber ein vollgestopfter Dachraum kann auch belasten und ein feuerpolizeiliches Problem bedeuten. Viel Staub, echte Schätze, Moder, Fäulnis, Müll und Krempel, auch wertvolle Erinnerungen oder Dokumente sind meistens bunt durchmischt.
Das bringt mich auf eine Erfahrung am Beginn des neuen Jahres: Ich hatte etwas Zeit und habe auf meinem PC endlich wieder einmal Dokumente, Dateien, Über- und Unterordner neu geordnet, vieles auch in den virtuellen Papierkorb verfrachtet … welche Erleichterung! Nicht nur am Computer, auch im Kopf ist neuer Speicherplatz frei geworden – es ist ein echtes Durchatmen. Wichtiges und bereits vermisste „Schätze“ sind wieder schnell zu finden, viel Unnötiges dagegen ist verschwunden.
Entrümpeln, Ordnen, Neuformatieren müssen wir von Zeit zu Zeit auch unsere Seele, damit sie nicht immer schwerer, träger und trauriger wird. Es ist ein Paradox, dass gerade eine Überfülle an vermischten Gedanken, Plänen, Reizen, Sorgen und Hoffnungen bei Menschen oft eine furchtbare innere Leere verursacht. Reduktion, vereinfachter Lebensstil und neuer Genuss durch Verzicht ist dann unbedingt angesagt. Doch nach welchen Kriterien soll bei diesem Neuordnen der Seele vorgegangen werden?
Folgende Frage an sich selber kann Unterscheidungen erleichtern: Wohin führen mich der betreffende Gedanke, Plan, Reiz, die Sorge oder die Hoffnung? Näher zu Jesus Christus, in dem Liebe, Freiheit und Leben in Fülle Person geworden sind? Oder näher in Richtung Gottferne, in Angst und Enge? Wer sich oft und wirklich ehrlich diese Frage stellt, bekommt einen Riecher für die richtige „Richtung“, auch in den ganz gewöhnlichen Entscheidungen des Alltags. Er lernt, innere Impulse die gut sind zu stärken, andere aber nach und nach „auszuhungern“. Das Leben bekommt mehr Richtung und wohltuende Ordnung. Für das trotzdem noch verbleibende innere Chaos bleibt zumindest die Entscheidung, sich mit diesem nicht einfach abzufinden. Wo wir zu schwach für richtige Entscheidungen und Handlungen sind, bleibt uns doch noch eine Freiheit – nämlich zum Gedanken: „Eigentlich möchte ich anders!“ Dieser Akt der Nicht-Zustimmung ist ein Ankerpunkt, von dem aus mit etwas Gnade und Geduld Fortschritt möglich ist.
Der Glaube an Christus schließt nichts wahrhaft Menschliche aus. Alles spricht auf irgendeine Weise von Gott und Mensch … sogar ein voll geräumter Dachboden. Es lohnt sich, das Evangelium des eigenen Alltags zu lesen.

Kurz vor Weihnachten

Am 17. Dezember beginnt immer die direkte Vorbereitung auf Weihnachten.

Wen erwarten wir? Warum ist Maria so wichtig?

Hier eine kleine Einstimmung auf den 25. Dezember – auf das Geburtsfest Jesu.

 

Beste Gebetsschule

Herr, wie sollen wir beten? Diese Frage haben schon die Apostel gestellt. Sie ist auch nicht einfach zu beantworten. In der Überlegung, wie man Gott im Gebet erfahren kann, besteht jedoch die Gefahr, dass man das Wichtigste aus den Augen verliert.

Warum können nur wenige die Gegenwart Gottes spüren und erfahren? Hier eine sehr kurze und treffende Antwort eines Mönches.

 

Musik für den Sonntag

Wenn du am Sonntag entspannen willst, kannst du es auch als Christ tun. Du kannst dabei auch Gott für die vergangene Woche danken. Lehne dich zurück und tauche in den Lobpreis ein.

 

You Never Change – Austin Stone Worship Live

 

 

The Brilliance – “Yahweh” (Live at RELEVANT)

 

 

United Pursuit – Since Your Love (ft. Brandon Hampton)

 

 

My Brothers And I – Na Na Na (Live @ Doug Fir)

 

 

Kings Kaleidoscope – Dreams

Bier für den Feierabend

cheers-839865_640Katholisch zu sein ist etwas Wunderbares! Wusstest du schon, dass Gott den Menschen tolle Sachen geschenkt hat? Auch das Bier ist ein Geschenk Gottes. Schon im 11. Jahrhundert war das Bier ein wichtiger Bestandteil der Kultur und des Lebens der Menschen. So hat der hl. Arnulf, ein Benediktiner und Bischof, einen Segen für das Bier geschrieben. Für ein gutes Bier sollte man auch Gott danken.

Genieße also dein Bier am Abend, danke Gott und bitte ihn um seinen Segen.

 

 

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

A. Der Himmel und Erde erschaffen hat.

Lasset uns beten.

Gütiger Herr, wir bitten dich segne das Bier das du aus der Gerste geschaffen hast. Es werde eine heilsame Arznei für die Menschen und bewirke durch die Anrufung deines heiligen Namens bei jedem der es trinkt die Gesundheit des Leibes und der Seele. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Wer de Übersetzung nicht traut, kann ruhig auch das lateinische Original benutzen.

 

V. Adiutorium nostrum in nomine Domini.
R. Qui fecit caelum et terram.

Oremus.

Bene+dic, Domine, creaturam istam cerevisae, quam ex adipe frumenti producere dignatus es: ut sit remedium salutare humano generi: et praesta per invocationem nominis tui sancti, ut, quicumque ex ea biberint, sanitatem corporis, et animae tutelam percipiant. Per Christum Dominum nostrum. Amen.

Warum es sich lohnt?

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Warum hält die Kirche daran fest, dass der Sex in eine stabile Ehe gehört? Gründe dafür gibt es viele. Es gibt aber auch ganz rationale Erklärung für diese Weisung der Kirche – es lohnt sich einfach! Kannst du es nicht glauben? Hier ein Zeugnis einer tollen Frau, die so denkt und auch erklären kann, warum es Vorteile hat zu warten.

 

 

 

Bettona in Kaltern

Liebe und Beziehungsfähigkeit

Bettona in KalternWie baue ich eine gute Beziehung auf? Was sagen die Bibel und die Kirche dazu? Wie kann ich meine Beziehung festigen? Wie kann ich ihn / sie mehr lieben?

Der Kurs Bettona wird von dem Team La Verna in Maria Enzersdorf durchgeführt. Wir sind Franziskaner und bauen auf der Lehre der Kirche und des hl. Franziskus auf. Teilnehmer müssen nicht fest im Glauben stehen – aber grundsätzlich offen sein für das biblische Menschenbild.

Plakat zum Download HIER

Termin: Kaltern (23.-25. Oktober 2015)
Altersgruppe: 16-35 Jahre