Jugendlager 2020

Es war anders geplant gewesen, als es gekommen ist… Ein Haus war schon gemietet, ein Auto bestellt, ein tolles Programm war da. Wir waren bereit nach Polen auf die Masuren fahren, die Seenlandschaft erkunden und viel Spaß haben. Und dann kam der Corona-Virus… Aufgrund der unsicheren Situation musste alles storniert werden. Echt nicht cool!

Und trotzdem haben wir uns auf den Weg gemacht! Was Solls! Nach Polen konnten wir nicht fahren, aber der Neusiedlersee war in Reichweite! Nach einer Erkundung hat P. Darius entschieden, dass wir den tollen Zeltplatz in Oggau als Basis nehmen werden.

Der Aufbau war weniger kompliziert als gedacht. Leonie, Alina, Samuel, Philipp, Clemens, Gabriel, Johannes, Benedikt und P. Darius bezogen ziemlich schnell ihre Zelte. Anschließend erkundeten wir ein wenig die Gegend mit den Fahrrädern.

Am Dienstag fuhren wir gemeinsam nach Rust und von dort mit der Fahrradfähre nach Podersdorf. Es ist echt erstaunlich, dass der Neusiedlersee zur Zeit maximal 1,80 Meter tief ist! Den Rest des Tages verbrachten wir im Freibad in Rust.

Am Mittwoch war der Familiypark in St. Margarethen unser Ziel. Es war ein voller Tag an dem wir alle echt Spaß hatten.

Am Donnerstag fuhren wir wieder nach Rust zu einer Padeltour auf dem Neusiedlersee und danach ins Freibad. Chillen und Spielen waren das Programm. Es war echt toll durch den Schilf zu fahren und gemeinsam den Tag im Schatten eines Baumes im Freibad zu verbringen.

Wir haben echt viel Werwolf gespielt – manche sind darin echte Profis geworden. Es war eine tolle Erfahrung gemeinsam unterwegs zu sein. Das man so alles in fünf Tagen erleben kann! Zelten am Neusiedlersee ist wirklich empfehlenswert!

Uraufführung der „Missa Sanctae Trinitatis“ von Conrad Artmüller

ArmbrustAnna @pixabay.com

Am Christtag, 25. Dezember 2019, um 09:30 Uhr wird in der Franziskanerkirche in Maria Enzersdorf die Missa Sanctae Trinitatis von Conrad Artmüller uraufgeführt.

Die neue Messe ist die letzte in der Trilogie der „Heiligenkreuzer Messe“ (2014) und der„Missa francescana“ (2017).

So wie die beiden vorangehenden Werke ist die neue Messe zur Gänze auf die liturgische Einheit mit dem Wort und seiner Verkündigung ausgerichtet. Dies bedeutet, dass sich die Musik der Verkündigung des Wortes unterordnet und niemals Selbstzweck sein darf – dies schließt selbstverständlich jedweden experimentellen, „modernen“ Umgang mit den Texten aus und soll den Zuhörer zum Mitbeten und Mitfeiern einladen.

  • Judith Sauer, Sopran
  • Helga Kadlez, Alt
  • Michael Poklop, Tenor
  • Wolfgang Hrubec, Bass
  • Chor und Orchester der Franziskanerkirche in Maria Enzersdorf

Musikalische Leitung und an der Orgel – Conrad Artmüller

Mountain Spirit 2018

Wie jedes Jahr begannen wir unsere Bergwoche mit Kennlernen am Sonntagabend im Franziskanerkloster Telfs. Das Kloster ist ein Ort der Ruhe, des Gebets und der Begegnung. Da wir diesmal eine sehr kleine Gruppe von 4 Teilnehmern waren, haben wir schon an diesem Abend besprochen, was wir in den nächsten Tagen vorhaben.

Am Montag ging es dann los. Wir führen nach Kühati (2017) und von dort starteten wir los in Richtung Speicher Finstertal. Dort machten wir eine kleine Pause. Danach gingen wir weiter zum unserem Tagesziel, dem Pockkogel (2807). Der Anstieg war ziemlich steil und anstrengend, aber wir haben es dann bald geschafft. Da das Wetter einfach nur herrlich war, verweilten wir einige Stunden am Gipfel. Wir stärkten uns mit einer guten Jause und machten dann einige Klettersteig- und Kletterübungen. Danach stiegen wir vom Gipfel auf gleichem Weg herunter.

Da die Wettervorhersage für die nächsten Tage gut war, haben wir uns am Dienstag nach Vent (1895) aufgemacht. Wir haben in diesem wunderschönem Bergsteigerdorf unsere Autos geparkt und sind dann zu der Vernagthütte (2755) losgegangen. Das Wetter war, wie schon am Montag, herrlich. Nach einer ausgedehnten Pause und einem geistlichen Impuls, gingen wir dann den Weg weiter. Wir kamen genau zum Sonnernuntergang bei der Hütte an.

Am Dienstag starteten wir unsere große Tour. Wir gingen zum Guslarferner – einem kleineren Gletscher in der Gegend. An der Gletscherzunge legten wir unsere Ausrüstung an und gingen dann in einer Seilschaft über den Gletscher in Richtung Fluchtkogel (3500). Nach vielen Gletscherspalten und atemberaubenden Anstiegen kamen wir am Fluchtkogel an. Es war Nachmittag und nach einer guten Jause und kleineren Pause feierten wir am Gipfel eine hl. Messe. Gott nahe zu sein – in 3500 Metern Höhe gewinnt dieser Satz eine andere Qualität! Danach gingen wir zurück zur Hütte. Auf dem Weg landete P. Darius kurz in einer Gletscherspalte und wurde von der Seilschaft rausgezogen. Es war ein spektakulärer Tag. Und in der Hütte wartete auf uns ein grandioses Essen! Nach einer kurzen Nacht gingen wir dann zurück nach Vent, wo wir zum Abschluss unserer Tour die hl. Messe in der Pfarrkirche gefeiert haben.

Der Freitag war unser Ruhetag. Nach einem gemütlichen Vormittag gingen wir zur Kletterhalle in Telfs, wo P. Rene uns in die Kunst des Kletterns eingeführt hat.

Am Samstag machten wir am Vormittag eine kleine Wallfahrt nach Maria Locherboden. Auf dem Weg von Mötz machten wir Stationen mit geistlichen Impulsen. In der Wallfahrtskirche angekommen, haben wir gemeinsam eine hl. Messe gefeiert. Danach ging es langsam Richtung Längenfeld. Dort bestiegen wir den Jubiläums-Klettersteig „Lehener Wasserfall“. Das spektakulärste wartete ganz am Ende des Klettersteigs – die Wasserfall-Überquerung. Wir sind richtig nass geworden – aber es hat sich gelohnt!

Am Sonntag feierten wir in der Franziskanerkirche in Telfs gemeinsam die hl. Messe. Nach einem tollen Mittagessen mit den Brüdern im Kloster fuhren wir nach Hause.

P. Darius Lebok OFM

Missa francescana

Am 25. Dezember 2017 wird im Rahmen des Gottesdienstes um 9:30 Uhr die Missa francescana von Conrad Artmüller uraufgeführt. Musikalisch sind beteiligt der Chor und das Orchester der Franziskanerkirche Maria Enzersdorf. Solisten sind Irene Hofmann (Sopran), Helga Kadlez (Alt), Michael Poklop (Tenor), Wolfgang Hrubec (Bass). Musikalische Leitung wird Conrad Artmüller übernehmen.

Evangelisierung an der Uni Wien

18. Mai 2017

70 Portionen leckeres Essen haben wir ausgeteilt, außerdem Franziskus-Lesezeichen und Einladungen zu verschiedenen Sommerangeboten für junge Leute. Es haben sich auch gute Gespräche über Gott und das Leben ergeben. Der Herr wird sicher manches Ausgesäte auf seine Art wachsen lassen. Danke allen, die dabei waren!

Weltjugendtag 2016

Krakau ist eine wunderschöne Stadt. Ich war dort schon gefühlte tausend Mal zu Besuch. Diesen Sommer wurde Krakau jedoch in einen Ausnahmezustand versetzt. Die Stadt selbst hat ca. 760.000 Einwohner. Während des WJT stieg die Zahl auf ca. bis zu 2,3 Millionen! Ich konnte mir das vor der Reise gar nicht so richtig vorstellen. Erst nach dem Eintreffen, als wir ins Zentrum gefahren sind, dämmerte es mir allmählich, was uns hier erwartete. Ein unglaubliches Durcheinander von Menschen aus aller Herren Länder. Alle waren aus einem Grund gekommen – weil der Papst dazu eingeladen hatte. Hier habe ich wieder einmal den Sinn des Petrusamtes erkannt – es ist ein Dienst an der Einheit der Kirche. Aber das ist ein anderes Thema.

Es war für mich nicht so einfach, mich in Krakau zurechtzufinden. Ich kenne die Stadt sehr gut, aber wenn man mit einer Gruppe von 35 jungen Menschen beim Weltjugendtag dabei ist, kann man manchmal den Eindruck gewinnen, dass es eine andere Welt ist. Völlig Überfüllter Bahnhof, laute (unglaublich laute!) junge, fröhliche Menschen, die auf den Straßen von Jesus singen, Menschen, die in Jubelschreie ausbrechen, wenn sie eine Gruppe aus ihrem Land oder Kontinent erblicken. Selfies ohne Ende… Ich habe mich schon ein wenig gefragt, wo in diesem ganzen Durcheinander Platz für eine Begegnung mit Gott zu finden sein wird. Glücklicherweise habe ich so einen Platz in Krakau gefunden.

Im Zentrum gibt es viele Kirchen, die alle ziemlich alt und wirklich schön sind. Ich kenne die meisten von ihnen. Bei unseren Gängen durch die Stadt sind wir etliche Male bei der Dominikanerkirche vorbeigelaufen. Ich habe aber etwas erblickt, das mich wirklich interessiert hat. Im Klostergarten haben die Dominikaner für die Zeit des WJT ein Café eingerichtet. Viele sind hineingegangen, so habe auch ich mein Glück versucht. Das war die richtige Entscheidung.

Hinter der Kirche stand ein mittelgroßes Zelt, in dem man tolle Sachen bekommen konnte. Für mich war ein echter Espresso der Hit. Aber es gab noch viel mehr! Frisch zubereitete Smoothies, Cupcakes und viele tolle Sachen, die man essen oder trinken konnte. Es gab in dem Zelt sogar kostenfreies WLAN – für viele die beste Möglichkeit, mit der Welt zu kommunizieren. Toll war, dass hinter der Theke echte Dominikaner standen und die Gäste bedienten.

In einem kleinen Nebenzelt konnte man auch wirklich schöne Andenken an den WJT kaufen. Nicht zu vergessen sind die saubersten WC’s in Krakau! Die waren echt eine Wohltat.

Als ich mit einigen Leuten aus meiner Gruppe in diesem genialen Café meinen Espresso genoss, merkte ich, dass hier mehr los war, als man am Anfang denkt. Ständig schwirrten junge Leute durch die Gegend – mit neuen Smoothies, ofenfrischen Cupckakes und allerlei köstlichen Sachen. So habe ich auch erkannt, dass dieser Ort nicht nur von den Brüdern des Predigerordens (so nennen sich die Dominikaner eigentlich) getragen wird. Im Hintergrund arbeiteten mindestens 30 junge Menschen, die einfach ihre Zeit und Energie für die Besucher opferten.

Warum dieses Café mir so wichtig ist? Aus einem einfachen Grund: Hier sieht man, wie die Kirche ist. Erstens ist sie charismatisch. Einige der Dominikaner haben anscheinend auf Gott gehört und gesehen, dass es ihm gefallen würde, wenn sie guten Espresso und noch einiges mehr den Teilnehmern des WJT anbieten würden. Es braucht schon ein wenig Mut und Offenheit für Gott, um so den altehrwürdigen Klostergarten zu verwenden – für Menschen, die Christus begegnen wollen – und mit einem guten Espresso es auch besser können. Zweitens ist die Kirche eine Dienerin. Die jungen Menschen, die zusammen mit den Brüdern dort arbeiteten, haben einfach gedient – ohne irgendetwas dafür zu verlangen. Den Kaffe und alles andere konnte man mit einer Spende dotieren – aber alles war grundsätzlich kostenlos. Drittens ist die Kirche begeisternd. Irgendjemand konnte die Brüder und die jungen Helfer begeistern, all das zu tun. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Jemand Gott ist. Und dieses Café, oder eigentlich die Menschen, die dahinter standen, konnten auch mich begeistern – für einen intensiveren Einsatz für die Sache Jesu.

Der Weltjugendtag in Krakau war für mich viel mehr als dieses Café. Aber ich glaube, dass man in diesem schönen Klostergarten gut spüren und nachvollziehen konnte, was Kirche ist und warum so viele dem Ruf des Papstes gefolgt sind. Jesus lebt und er ist derjenige, der die Kirche mit Leben erfüllt – auch in unserer Zeit.

P. Darius Lebok OFM

Marcia francescana 2016

von P. Stefan Kitzmüller OFM

Die Marcia Francescana ist eine Fußwallfahrt nach Assisi, der Geburtsstadt der Heiligen Franziskus und Klara. Sie ist gedacht für junge Menschen zwischen 16 und 40 Jahren. Jedes Jahr machen sich Gruppen aus ganz Italien und aus anderen Teilen Europas auf den Weg. Sie gehen ihre jeweils eigenen Routen und treffen am 2. August, an dem das Fest mit dem eigenartigen Namen „Portiunkula“ gefeiert wird, bei der gleichnamigen Basilika in der Ebene vor Assisi zusammen. Auch die österreichischen Franziskaner bemühen jedes Jahr jungen Menschen diese Erfahrung zu ermöglichen.

Mehr als nur „Wandern“

„Von meiner ersten Marcia bin ich nie mehr ganz zurückgekehrt“, so fasste kürzlich ein junger Mann seine Erfahrungen zusammen. Er ist nicht der einzige, dem das Erleben dieses Weges eine ganz neue Sicht auf das Leben, auf Gott und auf sich selber ermöglichte. Was ist aber das Besondere an der Marcia? Obwohl es schwer zu beschreiben ist, möchte ich es hier in drei Punkten versuchen.

Weg des Glaubens

Im Mittelpunkt des Weges steht von Anfang an das Wort Gottes, das gemeinsame Gebet und der Blick auf das Leben der Heiligen Franziskus und Klara. Für manche ist diese geistige Auseinandersetzung ungewohnt: „Die eine Stunde des stillen Pilgerns in der Früh ist für mich das Härteste“, meinte eine junge Südtirolerin einmal, „und doch war diese Stunde – im Rückblick – für mich die wichtigste Zeit des Tages“. Das Wort Gottes, die Impulse, Gruppengespräche und Gottesdienste sind wie Balsam, welche die Teilnehmenden auf heilsame Weise mit der Realität ihres Lebens in Berührung bringen.

Weg der Gemeinschaft

Viele der jungen Pilgerinnen und Pilger sind sich vorher nie begegnet und kommen aus ganz unterschiedlichen Gegenden und Milieus. Plötzlich teilen sie mit anfangs wildfremden Menschen ihr Leben, und das unter ungewöhnlichen Bedingungen: Geschlafen wird im Schlafsack meist am Boden, gegessen aus dem selber mitgebrachten Plastikgeschirr, jeder muss seinen eigenen Rucksack tragen, Schweiß und für manche auch einige Blasen gehören sozusagen zum Programm. Dies alles schafft jedoch eine gegenseitige Nähe und ein Vertrauen, das wohl unter „keimfrei“-zivilisierten Umständen nie entstehen würde.

Weg der Begegnung mit sich selber

Eine andere, öfters geäußerte Rückmeldung lautet: „Ich habe mich bei der Marcia selber viel besser kennen gelernt.“ Innere Spannungen, blockierende Verhaltensmuster und anderes treten intensiver als im Alltag ins Bewusstsein und können in Gesprächen am Weg oder auch in der Beichte am Einkehrtag einmal in Worte gefasst werden. Die Marcia wird – auch dort wo die Gruppe sich einmal verläuft oder Pläne spontan geändert werden müssen – zu einem Bild für das eigene Leben. Sie wird auch zu einer Übung, nicht gleich aufzugeben, Unangenehmes im Hinblick auf ein gutes Ziel in Kauf zu nehmen, oder in der eigenen Mühe doch noch einen Blick für die anderen zu haben.

„An der Tür zum Paradies“

… so lautete das Motto der diesjährigen Marcia. Mit dieser Tür war in erster Linie jene der Portiunkula-Kapelle im Inneren der gleichnamigen Basilika gemeint. Es sind heuer 800 Jahre, dass der Hl. Franziskus für alle, die am 2. August hierher kommen, vom damaligen Papst einen „Ablass“ erwarb, welcher sonst nur wenigen gewährt wurde, die an einem Kreuzzug teilnahmen oder sich eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus leisten konnten. So wurde die Kapelle bei Assisi zu einem Ort der Barmherzigkeit Gottes und der damit verbundenen Versöhnung.
Portiunkula ist ein alter Flurname und bedeutet kleine „Portion“ Land. Damit kann sie auch als Bild für die Seele, dieses kleine Stück von Gott bewohnte und unzerstörbare Paradies in unserem eigenen Inneren dienen.
Zum Anlass des „Jahrs der Barmherzigkeit“, das so gut zu diesem Ort passt, kam heuer am Nachmittag des 4. August auch Papst Franziskus als Pilger hierher. Nachdem die österreichische Gruppe seinen Worten gelauscht hatte, brachte sie der Bus wieder sicher zurück in den Norden. Vieles von dem, was in den jungen Menschen durch die Gnade Gottes in diesen Tagen an Gutem aufgebrochen ist, wird weiter wachsen.